Nachhaltige Architektur?

JAHR
2021
STANDORT
Nendeln
INSTITUTION
Kunstschule Liechtenstein
TUTOREN
Luis Hilti

In diesem Workshop mit Kunststudenten der Kunstschule Liechtenstein haben wir uns intensiv mit dem Konzept der nachhaltigen Architektur beschäftigt und einen Diskurs geführt, der darauf abzielte, Form, Funktion und Nachhaltigkeit in Einklang zu bringen. Die Gespräche verdeutlichten die Komplexität, zu definieren, was ein Gebäude wirklich nachhaltig macht.

Geht es bei Nachhaltigkeit darum, die Oberfläche zu minimieren, um den Materialeinsatz zu reduzieren? Liegt es darin, kohlenstoffpositive Materialien zu verwenden, die Emissionen aktiv entgegenwirken? Oder besteht es darin, flexible Räume zu schaffen, die sich im Laufe der Zeit an veränderte Bedürfnisse anpassen? Dies waren einige der technischen und funktionalen Aspekte, die wir während unserer Diskussionen untersucht haben.

Der Workshop begann mit einer perspektivischen Betrachtung im städtischen Maßstab, wobei großräumliche Überlegungen zu Raum und Struktur behandelt wurden. Allmählich bewegten wir uns in feinere Details, sodass die Studierenden übergreifende Konzepte mit spezifischen Designelementen verbinden konnten, wodurch Theorie und Praxis auf sinnvolle Weise miteinander verknüpft wurden.

Wir haben auch die emotionalen und kulturellen Aspekte der Architektur betrachtet. Könnte Nachhaltigkeit durch räumliche Qualitäten definiert werden, die ein Gebäude über Jahrhunderte hinweg geschätzt macht und seine Langlebigkeit sichert, um Abriss und Wiederaufbau durch zukünftige Eigentümer zu vermeiden? Diese Perspektive fügte unserer Diskussion eine weitere Ebene hinzu.

Anstatt eine singuläre Antwort auf diese Fragen zu suchen, wählten wir einen praktischen Ansatz, indem wir das Zentrum von Vaduz neu gestalteten. Dieses reale Beispiel diente als Grundlage für die Erforschung der verschiedenen Dimensionen nachhaltiger Architektur und bot eine Plattform für Debatte und Reflexion.

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